Über uns

Paulsdorf ist Ortsteil der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde, welche wiederum aus 17 Ortsteilen besteht. Mit der direkten Lage an der Talsperre Malter ergibt sich ein spezielles Einsatzgebiet. Neben den üblichen Aufgaben der Feuerwehr sind wir für die Wasserrettung zuständig.  Seit der Schließung der Nachbarwehr in Malter 2006 erstreckt sich der unmittelbare Einsatzbereiche über Orte Paulsdorf und Malter. Je nach Größe der Schadenslage sind wir auch in den umiegenden Ortschaften im Einsatz, z.B. bei Unwettern oder bei Bränden, u.a. zur Einrichtung von Atemschutzsammelstellen.

Derzeit besteht unsere Feuerwehr aus 21 aktiven Kräften die bei Notfällen zu Einsätzen ausrücken und 11 Kameraden und Kameradinnen, die der Alters- und Ehrenabteilung angehören. Um auch in Zukunft in ausreichender Anzahl ausrücken zu können, sind wir immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Historische Entwicklung

Gründungsmitglieder

Die Feuerwehr Paulsdorf wurde 1940 gegründet. Viele Wehren gehen laut „Sächsischem Feuerwehrkalender“ aus jenen Jahren auf das Gründungsjahr um 1940 zurück. Dienten sie doch während der Kriegsjahre neben der eigentlichen Aufgabe, dem Brandschutz, auch dem Heimatschutz. Viele der männlichen Einwohner waren schließlich zum Kriegsdienst eingezogen worden. Auch um diesem Schicksal zu entgehen, fanden sich die im Ort verbliebenen Männer zusammen und gründeten die Wehr.

Auszug aus dem "Sächsischen Feuerwehrkalender" von 1943

Erster Wehrleiter war der damalige Ortsbauernführer Martin Franz. Die Anzahl der Wehrleiter ist überschaubar. Grund dafür ist die lange Schaffenszeit des Kameraden Günter Winkler. Er war 45 Jahre im Amt und somit auch dienstältester Wehrleiter im Landkreis.

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Martin Franz
(1940-1948)

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Günter Hofmann
(1948-1960)

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Wilfried Oelschlägl
(1960-1962)

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Günter Winkler
(1962-2007)

 Mit Technik war die Wehr stets gut ausgerüstet. Angefangen hat alles mit einer TS 8 der Firma „Flader“ aus Jöhstadt. Sie wurde von der damaligen Reichsregierung zur Verfügung gestellt. Anfänglich wurde der Anhänger noch mit Pferden, später mit dem Traktor gezogen.

Tragkraftspritze TS 8 von "Flader" aus Jöhstadt

Dazu folgte 1955 ein von den Kameraden umgebauter „Horch V8“. Dieser stammte aus ehemaligen Militärbeständen der Wehrmacht und war das erste motorisierte Fahrzeug der Wehr.

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"Horch V 8", im Einsatz von 1955 bis 1967 (baugleiches Fahrzeug im Bild)

Auch den ab 1967 im Einsatz befindlichen „H3A“ bauten die Kameraden eigenständig zum Feuerwehrfahrzeug um. Das Fahrgestell stammte vom ehemaligen VEB Kfz.-Instandsetzungswerk in Dresden, die Kabine von einem Bautruppwagen der Post. Der Aufbau wurde in mühevoller Kleinarbeit selbst gefertigt.

"H3A", im Einsatz von 1967 bis 1996

Das Gerätehaus wurde    1966-1967 im Zuge der Neubeschaffung des Löschfahrzeuges errichtet. Auch hier waren es wieder die Kameraden, die in Eigenleistung das neue Domizil der Wehr geschaffen haben.

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